22.05.2011 - Gemeinde/ Stadt
Themengebiet: Bildung
Autor: CDU - SV Niederkassel
ÜMI startet wahrscheinlich in Lülsdorf
Zum kommenden Schuljahr 2011/2012 wird eine Übermittagbetreuung (ÜMI) höchstwahrscheinlich an der Katholischen Grundschule Lülsdorf angeboten. Neben der bewährten und bekannten OGS wird es damit im nördlichsten Niederkasseler Stadtteil eine weitere Einrichtung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben, an der die Kinder bis zum Ende der 6. Stunde verlässlich bertreut werden. Die Anmeldezahlen für eine ÜMI an Niederkasseler Grundschulen waren sehr unterschiedlich und sind mit der Ausnahme der Grundschule Lülsdorf zu gering, um zumindest eine ÜMI-Gruppe einzurichten. Dies erfuhren die Ratsfraktionen von der Stadtverwaltung. Um eine kostenneutrale und pädagogisch sinnvolle Gruppengröße zu erreichen sind Anmeldungen von 10 Kindern erforderlich. Diese Größenordnung wird momentan nur in Lülsdorf erreicht. Eine Unsicherheit besteht hierbei noch, weil letztlich nicht die Anmeldungen, sondern die tatsächlich abgeschlossenen Verträge für das kommende Schuljahr den Ausschlag darüber geben, ob eine ÜMI-Gruppe eingerichtet wird. "Das ist einerseits natürlich eine ernüchternde Erkenntnis", räumt CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Kitz ein. "Nicht zuletzt auf Grund vieler Anfragen bei uns waren wir davon ausgegangen, dass das Interesse an der ÜMI größer ausfallen würde", so Kitz weiter. "Andererseits zeigt sich nun gerade in Lülsdorf, dass die ÜMI, anders als von Kritikern befürchtet, keineswegs eine Konkurrenz zur OGS ist, sondern eine sinnvolle Ergänzung darstellt, denn in Lülsdorf wird es neben der neuen ÜMI-Gruppe auch einer weitere OGS-Gruppe ab dem kommenden Schuljahr geben." Die CDU-Fraktion bedauert auch, dass die Interessenten in den übrigen Niederkasseler Stadtteilen nun eine Absage erhalten haben und somit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die negativ betroffenen Eltern schwieriger wird. Kitz weist aber darauf hin, dass ein ÜMI-Angebot grundsätzlich gemacht werden kann, eventuell im übernächsten Schuljahr. Außerdem habe die CDU-Fraktion im Zusammenhang mit der Diskussion über eine Übermittagbetreuung auch eine Flexibilisierung der OGS erreicht, die jetzt zwischen 15 Uhr und 16:30 Uhr endet und nicht mehr starr um 16 Uhr. Viele Eltern haben sich nach Information der CDU auch aus finanziellen Gründen gegen eine ÜMI entschieden, weil diese, anders als die OGS, nicht vom Land finanziell gefördert wird und zu tasächlichen Preisen angeboten wurde.
Schlagworte: Übermittagsbetreuung